Wir bauen Schulen in Flüchtlingscamps im Libanon und in Syrien.

Im libanesisch-syrischen Grenzgebiet leben hunderttausende syrischer Flüchtlingskinder am Existenzminimum in provisorischen Zeltstädten, ohne Zugang zu Bildung.

In Syrien selbst ziehen mehrere Millionen Binnenflüchtlinge seit Jahren wie Gejagte durch ihr eigenes Land. Für hunderttausende Kinder bedeutet das eine Kindheit in ständiger Bewegung, ohne Zuhause, ohne Sicherheit – und ohne Bildung. Die Generation, die nach dem Krieg ihr Land wiederaufbauen soll, wächst im Analphabetismus auf, ohne Perspektive und als leichte Opfer für extremistische Gruppierungen.

Wir als gemeinnütziger Verein Zeltschule e.V. unterstützen die Kinder und ihre Familien, um gemeinsam eine sichere und selbstbestimmte Perspektive für ihre Zukunft zu schaffen.

Wir bauen Schulen

Unsere Arbeit

Wir bauen Schulen und unterrichten die Kinder dort mithilfe von syrischen Lehrern, die ebenfalls auf der Flucht sind und in den Camps leben. Der Unterricht findet in Schichten statt, damit in den meist kleinen Räumen jeweils alle Kinder aus einem Camp unterrichtet werden.

Unterrichtet werden fünf Fächer: Arabisch, Mathematik, Englisch, Naturwissenschaften und Musik. Gerade das gemeinsame Singen und Tanzen hilft den Kindern sehr bei der Bewältigung ihrer Traumata.

Grundlage des Unterrichts ist das syrische Curriculum. So sollen die Kinder auf eine Rückkehr in ihre Heimat vorbereitet werden

Wir bauen nicht nur Schulen, sondern versorgen die Familien auch mit Lebensmitteln und übernehmen die medizinische Versorgung der Kinder.

Im Libanon dürfen die erwachsenen Syrerinnen und Syrer kein Geld verdienen, vielen bleibt nur ein Ausweg, um nicht zu verhungern: Sie müssen ihre Kinder zum Arbeiten schicken, denn Kinderarbeit ist eine Grauzone, die nicht geahndet wird. Damit die Kinder zur Schule gehen können, versorgen wir alle in der Familie mit Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten, Kleidung und Feuerholz.

Wir ermöglichen den Flüchtlingen, das Kriegsende in ihrer eigenen Region abzuwarten, ohne eine lebensgefährliche Flucht nach Europa auf sich nehmen zu müssen. Nach dem Libanon versuchen wir, wo möglich, auch direkt in syrischen Gebieten aktiv zu werden.

In Syrien selbst leben über 6 Millionen Binnenflüchtlinge. Auch hier haben die Kinder keine Möglichkeit, in die Schule zu gehen, denn Schulen sind nach wie vor eines der Hauptziele der Bombardements.

Bereits 2017 haben wir begonnen, in Homs Schulen (unsere „Vogelschulen“) für zurückgekehrte Flüchtlinge bereitzustellen. Auch für unsere libanesischen Zeltschulen planen wir langfristig, sie nach Kriegsende nach Syrien zu verlegen, um die Kinder während des Wiederaufbaus weiter unterrichten zu können.

Wir helfen schnell, flexibel und unbürokratisch da, wo unsere Hilfe am dringendsten gebraucht wird. Spendengelder setzen wir vor Ort sinnvoll und transparent ein. Ob ein Arztbesuch oder medizinische Versorgung von chronisch Kranken mit lebensnotwendigen Medikamenten oder medizinischen Hilfsmitteln, wie Rollstühlen, Krücken oder Prothesen – wir gehen auf die jeweiligen Notwendigkeiten der Familien ein und helfen dort, wo und genau so, wie es nötig ist – ohne lange Entscheidungsprozesse.

Die Bildung und Befähigung der Kinder, aber auch die ihrer Eltern schafft Perspektiven und ist aktive Friedensarbeit und Terrorismus-Prävention in einem.

Wir bieten Alphabetisierungskurse für Frauen, die in ihrer Heimat bisher keine Schulen besucht haben und so überhaupt erst einen Zugang zu schriftlicher Information und einer aktiven Teilnahme an der Gesellschaft erhalten.

In den Zeltschule Women’s Workshops erlernen Frauen außerdem handwerkliche Fähigkeiten und damit die Möglichkeit, ihre Familien auch finanziell zu unterstützen.

Nur durch Bildung und berufliche Kompetenzen können die Rückkehrer ein friedliches, stabiles und zukunftsfähiges Syrien wiederaufbauen.

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